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Lyrics Vault

All song texts are kept in original German. The UI shell is bilingual.

Phase 1 - Origin

DRIFT

HERZ KLOPFT KOPF PLATZT DRIFT #
[Verse 1]
Inbox explodiert, zwei und fünfzig ungeöffnete DMs,
Luft inhaliert, in meinem Kopf bin ich noch Sieben,
viel zu jung und dumm, um mich wirklich zu verlieben,
Ich Sag "Sorry, kann nicht, hab grad keine Kapa",
und das, obwohl Zeit ehrlich nie knapp war, (war),
Ist mein Leben dazwischen ein Drama, (Drama)

[Pre-Chorus]
Jeder Like ein Faustschlag, jeder Kommentar ein Splitter,
Scroll mich durch die Hölle, der Algo wird nur fitter, (fitter)

[Hook]
Herz klopft, Kopf platzt - ich schrei, es kommt kein Satz,
Atme ein, atme aus - Mittendrin, ich muss raus.
Herz klopft, Kopf platzt - Menschlichkeit, die abkratzt,
Atme ein, atme aus - Ich wollt' doch hoch hinaus.

[Verse 2]
Als wär'n Nazis plötzlich der "nette Nachbarschaftsverein'",
Gegen Cannabis aber für das Gläschen Wein,
Wie kann man da nur so fadenscheinig sein?
Opa teilt Memes, die so hart daneben geh'n,
Den Flüchtlingen sollte man besser das Leben neh'm,
Einen Guten hat er noch nie geseh'n,
Reiner Wahnsinn in Whatsapp,
vor aller Augen versteckt,

[Hook]
Herz klopft, Kopf platzt - ich schrei, es kommt kein Satz,
Atme ein, atme aus - Mittendrin, ich muss raus.
Herz klopft, Kopf platzt - Menschlichkeit, die abkratzt,
Atme ein, atme aus - Ich wollt' doch hoch hinaus.
KIFFEN KIPPEN ALK DRIFT #
[Intro]
Ich bin erst sechzehn, entdeck grad mein Sexleben,
morgens früh erst ins Bett, ohne Ziel, ohne Streben.
23:50, er wollt ein Mensch sein, rein,
doch wurde nur ein Monster, gefangen im Sein.

[Hook]
Kiffen, Kippen, Alk, weil es so schön knallt,
baller mir die Seele, bis der Rest zerfällt.
Kiffen, Kippen, Alk, anders will ich nicht sein,
bitte sei nicht so gemein, lass mich einfach allein.

[Verse 1]
Knete über Zaster, ich falle durch das Raster,
kein Platz für mich im System, nur noch schneller, immer krasser.
23:12, Flasche leer, Kopf voll Rauch,
und wenn du fragst, ob ich will - sag ich nur "brauch".
Ich seh Gesichter, doch sie spiegeln mich nicht,
jeder Rausch ein Versuch, doch er heilt mich nicht.
Bin kein Held, bin kein Star, nur ein Kind ohne Halt,
und mein Herz ist zwar verbrannt, doch mir ist so kalt.

[Hook]
Kiffen, Kippen, Alk, weil es so schön knallt,
baller mir die Seele, bis der Rest zerfällt.
Kiffen, Kippen, Alk, anders will ich nicht sein,
bitte sei nicht so gemein, lass mich einfach allein.

[Verse 2]
Du steckst mehr weg, als dir recht ist,
und wenn es echt ist, ist es gefährlich.
Schlimmsten zerfetzt's dich, Schmaler Grad der Klinge,
es gibt ihr eine Stimme, die ich innerlich verschlinge.
Mit Rasieren hat es nichts mehr zu tun,
nur das Rot auf den Händen, im Spiegel kein Ruh'n.
Ich such Gründe im Dreck, find nur Leere und Rauch,
und die Liebe, die ich wollte, die brauch ich auch.

[Bridge]
Ich schwanke zwischen links und rechts,
torkel grade aus,
für alle sind's nur Schlangenlinien,
doch genau hier fühl ich mich zuhaus.

[Hook - Reprise]
Kiffen, Kippen, Alk, weil es so schön knallt,
baller mir die Seele, bis der Rest zerfällt.
Kiffen, Kippen, Alk, anders will ich nicht sein,
bitte sei nicht so gemein, lass mich einfach allein.

[Outro]
Am Leben will ich ja nich sein -
doch vielleicht reicht ein Rest von mir,
um zu bleiben.
WEISSES RAUSCHEN DRIFT #
[Intro]
Ich renn vor mir weg, seit die Stille mich zerfrisst,
früher hat's gereicht, wenn der PC neben mir leise zischt.

[Verse 1]
Ich war der Junge, der die Nächte in den Leveln ertrank,
während im Wohnzimmer die Stille wie 'ne Schlinge hang.
Controller in der Hand, doch ich hielt viel mehr fest,
fliehen in Spiele, lieber noch 'ne neue Quest,
Mein Vater schlief am Laptop ein, Schicht auf Schicht in den Knochen,
seine Augen voller Windows, seine Träume nur gebrochen.
Ich hob ihn hoch wie'n Helden, der allein den Endboss gestemmt,
trug ihn wankend bis ins Bett -
Kind spielt Vater, doch der echte Vater pennt.
Mama aus dem Haus, bevor der Morgen mich begrüßt,
zwei Gesichter für die Arbeit, doch keins was für die Schule mit mir übt.
Und als er fiel, richtig fiel, voller Tränen, völlig im Wahn,
hielt ich ihn fest wie ein Anker, nur ein Junge ohne Plan.

[Pre-Chorus]
Seitdem stapel ich die Sorgen von Anderen, die meinen Namen riefen,
das alte weiße Rauschen konnte irgendwann nicht mehr liefern.
Ich hab mich irgendwann nicht mehr gefragt, was ich will,
sondern nur noch, was ich ertrage - und wie viel' Promill'.

[Chorus]
Weißes Rauschen - meine Pause, meine falsche Medizin.
Früher war's der Lüfterton - heute hilft mir nur Chemie zum Fliehn.
Ich renn hinein in meinen Nebel, obwohl ich darin erfrier -
nicht weil ich hoch will, Bruder - weil alles schreit in mir.

[Verse 2]
Weißes Rauschen aus der Kindheit wurde später mein Gericht,
erst ein Klang, der mich beruhigt, heute Zeug, das mich zerbricht.
Ich hab mich selbst in kleinen Dosen immer weiter reduziert,
bis der Junge von damals schweigt - und ein Schatten übrig bleibt, der funktioniert.
Ich hab gelernt, stark zu sein, wenn um mich herum alles fällt,
Ich wirke normal, die Fassade ist passend eingestellt,
Und wenn mir alles zu viel wird, dann zerbricht deine heile,
nicht meine kaputte Welt.
Jede Zeile, die ich schreib, ist wie ein stummer Notruf,
Zeilen schreiben ist wie Herz aufschneiden, alles raus, was mich sucht.
Jede Idee die mir kommt, ein Gedanke den ich nicht versteh,
weil mein Kopf so voll und dann so leer vor lauter Schnee,

[Chorus]
Weißes Rauschen - meine Pause, meine falsche Medizin.
Ich weiß, dass es mich tötet, doch es hilft mir, kurz zu fliehn.
Ich renn hinein in meinen Nebel, obwohl ich darin erfrier -
nicht weil ich hoch will, Bruder - weil alles schreit in mir.
Wenn mein Herz wieder donnert und mein Kopf nichts mehr checkt, (checkt)
renn ich weiter vor mir weg, bis mich keiner mehr entdeckt.

[Verse 3]
Weißes Rauschen war mein Hafen, jetzt bestimmt es meinen Kurs,
such den Frieden in den Flocken, doch es kommt zum Absturz.
Früher war's der Lüfterton, heute pfeif ich mir die Bahn,
eine Stimme sagt "komm runter", doch ich hör sie nicht mehr, man.
Jede Nacht ein neues Schlucken, jedes Dröhnen macht mich taub,
ich verwechsel Ruhe mit Rückzug und die Stille mit dem Staub.
Ich hab gelernt, mich zu verlieren, wenn die Welt wieder kollidiert,
denn wer fällt, fällt immer leiser - bis ihn keiner mehr auf Fotos markiert.
Und ich weiß, dass ich mich töte, wenn ich nach der Pause greif,
doch ich hab mich so oft gefragt: "Was bleibt von mir, wenn nichtmal ich bleib?"
Weißes Rauschen wird zur Flut, die mich hebt und dann verschlingt -
und ich renn, bis ich verschwinde, weil der Schmerz mich sonst bestimmt.

[Outro]
Ich renne.
Ich drifte.
Ich falle.

SPLINTER

TUMBLR TRAEUME SPLINTER #
[Intro]
Follower wie Familie, doch im Spiegel kein Gesicht,
tausend Herzen unter Posts - doch mein eigenes bricht.

[Hook]
Alle lieben Schmerz - doch ich lieb mich nicht,
alle seh'n mein Herz - doch ich spür es nicht.
Tumblrträume, alles brennt,
doch kein Traum, der mich erkennt.

[Verse 1]
"Du bist mein Held", schreiben sie mir in die Nacht,
doch mein Held im Spiegel hat kein'n Mut, keine Macht.
Jede Nachricht wie ein Pflaster auf ner Platzwunde,
doch die Heilung bleibt aus, nur die Likes bleiben stumm.
Glitzernde Avatare über meinem grauen Tag,
Follower wie Sterne - doch ich fühl mich wie Plagiat.

[Hook]
Alle lieben Schmerz - doch ich lieb mich nicht,
alle seh'n mein Herz - doch ich spür es nicht.
Tumblrträume, alles brennt,
doch kein Traum, der mich erkennt.

[Verse 2]
Ich verschlüssel meine Worte, jeder Post Maskerade,
jeder Kommentar ein Echo, das mein Inneres verratet.
Follower als Tagebuch, Herz im Feed verteilt,
doch wer von euch erkennt den Jungen, der dahinter schreit?
Sie feiern jede Zeile, die ich schreibe aus dem Schmerz,
doch vergessen, dass dahinter nur ein Junge steht, verzerrt.

[Hook]
Alle lieben Schmerz - doch ich lieb mich nicht,
alle seh'n mein Herz - doch ich spür es nicht.
Tumblrträume, alles brennt,
doch kein Traum, der mich erkennt.

[Bridge]
Vielleicht reicht es nicht, wenn ihr mich liebt,
wenn ich mich selbst nie wirklich krieg.
Vielleicht reicht es nicht, wenn ihr bleibt,
wenn mein Inneres leise zerreißt.

[Hook - Reprise]
Alle lieben Schmerz - doch ich lieb mich nicht,
alle seh'n mein Herz - doch ich spür es nicht.
Tumblrträume, alles brennt,
doch kein Traum, der mich erkennt.

[Outro]
Fanliebe gegen Selbsthass -
das ist mein Balanceakt.
Und vielleicht geht er nie auf,
doch ihr habt mir ein Licht gezeigt.
SPIEGELKRISE SPLINTER #
[Intro]
Ich wollte nie jemand sein, den man bewundert.
Ich wollte jemand sein, den man versteht.

[Hook]
Spiegelkrise, wieder Krise, seh mich Monster in der Tiefe,
jede Falte, jede Ritze, jede Narbe wie 'ne Fibel.
Und sie feiern meine Zeilen, doch sie kennen mich nicht,
ich bin mehr als nur ein Schmerz, den man im Internet liest.

[Verse 1]
Follower wie Familie, doch ich fühl mich allein,
tausend Herzen unterm Post, doch kein Herz passt in mein.
Sie verstehn, was ich schreib, doch sie sehn nicht mein Gesicht,
Fanliebe gegen Selbsthass - Gleichgewicht bricht.
Jede Nachricht wie ein Pflaster, jede Line wie ein Schrei,
doch im Spiegel bleibt ein Junge, der verzweifelt dabei.
Und die Stimmen in mir flüstern: "Bruder, reicht das schon?",
doch wer nicht mithalten kann, den fragt man nicht nach Lohn.

[Hook]
Spiegelkrise, wieder Krise, seh mich Monster in der Tiefe,
jede Falte, jede Ritze, jede Narbe wie 'ne Fibel.
Und sie feiern meine Zeilen, doch sie kennen mich nicht,
ich bin mehr als nur ein Schmerz, den man im Internet liest.

[Verse 2]
Sie rufen nach mir: Gedanken, Drogen, Erinnerungen,
und ich halt nicht still, bis die Lichter wieder dunkeln.
Schreibe Worte, die ihr liebt, doch die Liebe fehlt mir,
ich geb alles nach außen, doch behalt nix für hier.
Ich wollt nie ein Idol, wollt nur endlich gesehn,
doch ihr baut mir ein Podest - und ich kann's nicht bestehn.
Jede Zeile, die ihr hypet, ist 'ne Wunde, die spricht,
doch der Junge hinter Schmerzjunge bleibt zerbrochen im Licht.

[Bridge]
Sie rufen nach mir:
Die Gedanken.
Die Drogen.
Die Erinnerungen.
Und ich weiß nicht,
wer ich dann noch bin.

[Hook - Reprise]
Spiegelkrise, wieder Krise, seh mich Monster in der Tiefe,
jede Falte, jede Ritze, jede Narbe wie 'ne Fibel.
Und sie feiern meine Zeilen, doch sie kennen mich nicht,
ich bin mehr als nur ein Schmerz, den man im Internet liest.

[Outro]
Ich wollte nie jemand sein, den man bewundert.
Ich wollte jemand sein, den man versteht.
LISTEN & LICHTER SPLINTER #
[Intro]
Bin aus der Schwebebahn gefallen,
im Kaff mit Kuhdung und kalten Hallen.
Von "du gehörst dazu" zu "du fehlst Wissen",
und keiner sah die Listen, die mein Herz zerrissen.

[HOOK]
Liste, letzter, Lachen, leiser -
alles Stimmen, alles Kreischer.
Doch die Zeilen, die mich halten,
lassen das Herz nicht erkalten.

[VERSE 1]
Hauptschulempfehlung, Kreislauf der Arbeiterschicht,
doch meine Mutter stritt für mich, übernahm das Urteil nicht.
Ich wollt' studiern, programmiern, statt am Band zu stehn,
doch jeder Blick der Lehrer hieß: "Das wirst du nie verstehn."
Während andere Bundesländer runter rattern als wärs ein Witz,
saß ich still dort, spürte nur: ich bin ein Nichts.
Mathe gut, Augen leer, Kopf voller Träume von mehr,
doch der Stempel Außenseiter wiegt auf Dauer viel zu schwer.

[HOOK]
Liste, letzter, Lachen, leiser -
alles Stimmen, alles Kreischer.
Doch die Zeilen, die mich halten,
lassen das Herz nicht erkalten.

[VERSE 2]
2014, Vater Teamleiter, zwölf Stunden im Betrieb,
Laptop statt Familie - wir verloren ihn Stück für Stück.
Mutter auch nur am Arbeiten, ich allein vorm Bildschirmlicht,
Dungeon Keeper, meine Festung, mein Versteck, mein kleines Ich.
Als sie sich trennten, brach mein Vater wie ein Kind in mir,
Herz aus Holz, "für immer" graviert - und dann verliert er's hier.
Er weinte in den Armen, die eigentlich er halten sollte,
so ich wurd' zum Anker in dem Sturm, den ich nie wollte.

[BRIDGE]
Wer sieht dich, wenn du brennst?
Wer kennt dein wahres Ich?
Ich hab mich in Fragmenten gezeigt,
doch nie ganz - und keiner sah's in mir.

[VERSE 3]
"Schmerzjunge" nannt' ich mich, zu plump, zu offensichtlich,
doch irgendwann merkst du, dein Schmerz ist nicht alles, nicht wichtig.
Also wurd's "Zeilenliebe", Heimat für verlorene Seelen,
15.000 Follower, die dieselben Wunden teilen.
Doch offline blieb ich Letzter, auf Listen ohne Wert,
keine Bühne, keine Freunde, nur ein Herz, das sich wehrt.
Und ich schrieb, was keiner sagt, für die, die niemand sieht,
Zeilen wurden mein Zuhause, mein Ersatz für "Family".

[HOOK - REPRISE]
Liste, letzter, Lachen, leiser -
alles Stimmen, alles Kreischer.
Doch die Zeilen, die mich halten,
lassen das Herz nicht erkalten.

[OUTRO]
Listen verschwinden nicht, wenn man sie zerreißt.
Die Tinte trocknet, der Schmerz bleibt.
Und wenn keiner dich sieht,
dann schreib dich selbst ins Licht.

SHIFT

AUFSTIEGSTRAUM SHIFT #
[Intro]
4:30... blechern... durch die Wand.

[Hook]
Aufstiegstraum, ich stempel mich frei,
Mama Putze, Papa Gießerei.
"Sei dir sicher, dass ich an dich glaub",
Heute ist es das was mir den Schlaf raubt'.
Aufstiegstraum, ich stempel mich frei,
Schichtgeruch klebt an dir wie Blei.
Ich lern für uns, bis mir der Kopf erbricht,
damit euer Körper nicht vor meinem bricht.

[Verse 1]
4:30, Blech im Ohr, als schlägt wer auf Metall,
ich zähl seine Schritte wie Takte im Flur, jedes Mal.
Tür fällt ins Schloss, kalter Zug durch den Gang,
Zuhause bleibt stehen, doch er läuft schon voran.
Er riecht nach Werk: Öl, Eisen, Staub auf der Haut,
Sicherheitsschuh aus, Sohle bröselt, ganz vertraut.
"War viel heute", sagt er, Lächeln ist leer,
und ich schwör mir: ich mach's anders, ich will mehr.
"Streng dich an, dann musst du später nicht so wie ich",
also lern ich nachts, bis der Morgen mich bricht.
Aufstieg im Kopf wie ein goldener Fahrstuhl aus Licht,
ich hol euch alle mit, das ist mein Versprechen, die Pflicht.

[Hook]
Aufstiegstraum, ich stempel mich frei,
Mama Putze, Papa Gießerei.
"Sei dir sicher, dass ich an dich glaub",
Heute ist es das was mir den Schlaf raubt'.
Aufstiegstraum, ich stempel mich frei,
Schichtgeruch klebt an dir wie Blei.
Ich lern für uns, bis mir der Kopf erbricht,
damit euer Körper nicht vor meinem bricht.

[Verse 2]
5:30, jetzt klingelt mein Wecker, aggressiver Ton,
selbes System, nur mein Name steht jetzt auf dem Lohn.
"Sei pünktlich, mach was sie sagen", Mama sagt's normal,
und danach: "Lass dir nicht alles gefallen"... ja, genial.
Papa stolpert einmal, aus Sekunden wird 'ne Akte,
BG-Unfall, Rechtsstreit, Paragraphen-Takte.
Schmerz kriegt 'ne Nummer, kalt gedruckt, ohne Gesicht,
und "war viel heute" heißt plötzlich: "Ich kann grad nicht."
Ich hab 'nen Abschluss, sagen sie: "Du hast es geschafft",
doch ich bin nur woanders müde, in 'ner anderen Haft.
Mehr Arbeit, mehr Geld, mehr Streit, weniger Zeit,
Aufstiegstraum war nur 'ne Schicht, nur besser gekleidet.

[Outro]
Tür fällt ins Schloss und wir stempeln uns ein.
FIRST CLASS SHIFT #
[Verse 1]
Mutter schiebt Schichten, Vater schiebt Stahl,
Sie kamen nach Deutschland, hatten keine Wahl,
irgendwie muss man den Unterhalt für Kinder bezahl'n,
meine Zukunft war Fabrik, dort sind Träume schmal.
Nur ein Junge ohne Statik, Eltern ohne Diplom,
Zukunft hieß: Maschinen, Stechkarte, Lohn.
Eltern Malocher, keine Akademiker,
Freunde sprechen mich an mit Ey Digga.

[Hook]
Erste Klasse, Teppichboden,
zweite Klasse, Bierdosen.
Zwischen Welten hin und her,
doch die Klassen geben mehr.

[Verse 2]
Jetzt sitz ich im ICE, Laptop, Termin,
kostümierte Gesichter, höflich, routiniert.
Man wirkt freundlich, doch es bleibt nur Script,
die Distanz zu den Wurzeln hat mich oft zerrissen.
Denn das Ticket nach oben war teuer erkauft,
nicht nur Geld, sondern Nähe, die ich langsam verbrauch.

[Bridge]
Ich hab gelernt zu reden, zu schreiben wie ihr,
doch mein Herz trägt die Arbeiterklasse in mir.
Wenn ihr sagt, "wir sind doch längst alle gleich",
seh ich die harte Kante der Kaste, sie war nie weich,

[Verse 3]
Jetzt Oberschicht-Gehalt, Wohnung, Vertrag,
doch das Band zu den Wurzeln reißt niemals ab.
Die Klassen verschwinden nicht, sie ändern das Kleid,
erst als ich weiter oben war, sah ich: es ist noch weit.
Kein Titel der Welt löscht Fabrik aus der Haut,
meine Herkunft bleibt laut, egal wie sehr ich's mir erlaub'.

[Final Hook]
Erste Klasse, freundlich, leise,
zweite Klasse, rau und gekreische.
Zwischen Welten hin und her,
doch die Klassen gibt's noch mehr.

[Outro]
"Nächster Halt - Wirklichkeit."

LUME

QUESTLOG LUME #
[HOOK]
Ich verliere mich - doch nie die Lust am Suchen,
Jede Welt bleibt 'ne Quest, keine Zeit zum Fluchen.
Frag mich nicht, ob's Sinn macht - frag, ob's mich begeistert,
Neugier ist mein Treibstoff, mein ständiger Begleiter.

[VERSE 1]
Ich bin mehr Fan als Star, stapel Welten wie Archive,
Gedanken sprunghaft wie Kinder, alles bricht in neue Triebe.
Vielleicht ist mein Chaos das, was mich am Leben hält,
Dopamin wie Easter Eggs, versteckt in dieser Welt.
Alles Pech der Jahre davor, mit ein paar Momenten ausgeglichen,
Klick mich durch die Backlogs, immer auf der Jagd nach Zwischen-
Lichtern, Pixeln, Worten, jede Line wird zum Portal,
Ich bau mir neue Level aus alten Fragmenten digital.

[HOOK]
Ich verliere mich - doch nie die Lust am Suchen,
Jede Welt bleibt 'ne Quest, keine Zeit zum Fluchen.
Frag mich nicht, ob's Sinn macht - frag, ob's mich begeistert,
Neugier ist mein Treibstoff, mein ständiger Begleiter.

[VERSE 2]
Manchmal muss man ins Ungewisse aufbrechen,
Um Zuhause zu finden, alte Grenzen zu zerbrechen.
Es macht mich müde - die Art, die wach hält,
Doch mein Kopf jagt nach Rätseln, als wär's das Einzige, was zählt.
Ich les dich wie ein Buch, auch wenn Seiten fehlen,
Und wenn Welten auseinanderfallen, will ich trotzdem noch mehr sehen.
Mein Questlog endlos, doch ich liebe, was bleibt,
Ein Herz voller Glitches - das im Restlicht treibt.

[BRIDGE]
Vielleicht bin ich nicht zu viel -
nur am falschen Ort, zur falschen Zeit.
Doch jede neue Zeile,
macht mich wieder bereit.

[FINAL HOOK]
Ich verliere mich - doch nie die Lust am Suchen,
noch eine Runde? Ruf Discord an, brauchst nicht buchen,
Frag mich nicht, ob's Sinn macht - frag, ob's mich begeistert,
Neugier ist mein Treibstoff, mein ständiger Begleiter.

UNKNOWN

HEDWIG UNKNOWN #
[Vers 1]
Ein Song für meine Oma,
Ich weiß, dass ich nie der beste Enkelsohn war,
Und jetzt bist du fast wie im Koma,
Körperlich doch geistig nicht wirklich da,
Wenn du mich siehst, bin ich wieder ein Kind,
Und wenn ich gehe, dann fragst du dich welche Leute um dich herum sind,
Letzte Woche ging's um Pflegegeld, um Fristen,
Mama wollte rüberfahren, nach Polen, weil du schwächer wurdest -
wir rechneten mit Formularen, nicht mit Enden.
Ich googelte noch, ob man das absetzen kann,
Pflege im Ausland, Antrag, Beleg,
während du schon stiller wurdest als das WLAN nachts um zwei.
Mama wollte bei dir bleiben, riskierte ihren Job,
und ich dachte, alles sei planbar -
bis Montagmorgen kam, und alles kippte.

[Pre-Hook]
Ein Anruf, acht Uhr neun,
und plötzlich war's kein Plan mehr,
sondern Vergangenheit in Echtzeit.

[Refrain]
Hedwig, du bist jetzt geflogen,
ich weiß nicht wohin,
gestern redeten wir noch von Pflege,
heute hinterfragen wir den Sinn.
Seit du weg bist, bin ich nicht mehr ich,
ich schreib Gesetze über in Gedichte,
und such in Formularen Licht.

[Vers 2]
"Karta zgonu, akt zgonu," -
so klingt Bürokratie in Trauerton.
Sterbekasse zahlt vier Tausend Złoty,
und keiner weiß, ob das Trost ist oder Spott.
Zwischen Belegen und Blüten,
zwischen Kirche und Haushaltsauflösung,
zähl ich Zeilen statt Zinsen,
und merk, dass Rechnen hier nichts bringt.
Mama kam an,
wollte dich halten -
aber du warst schon weg.
Und plötzlich wurde jedes Formular zu einem Brief,
den keiner liest.

[Refrain]
Hedwig (Hedwig), du bist jetzt geflogen,
ich weiß nicht wohin,
gestern war's noch Organisation,
heute bin ich mittendrin.
Seit du weg bist, bin ich nicht mehr ich,
ich such dich zwischen Zahlen,
und finde Schmerz im Nichts.

[Vers 3]
"Jede Nacht - dobranoc, wszystkie Aniołki nanoc",
dein Zuhause roch nach Jasmin und Kerzenwachs.
Du hast gesagt: "Dziecko, Glaube trägt,"
ich hab gelacht - zu jung, zu schlau - dann zu spät.
Meine Oma ist die stärkste Frau die ich kenne,
Sie sah mir zu wie ich zum ersten Mal renne,
Ostsee, kaltes Meer,
du im Badehut, ich mit Ausreden.
Jetzt wär ich reingegangen,
nur um dich noch einmal lachen zu erleben.

[Bridge]
Montag null Uhr 23 - ich schreib den ersten Vers.
12 Uhr 46 - ich wein zum ersten Mal.
Dienstag 13 Uhr - ich glaub, du bist kurz hier. (Kurz hier)
Ich halt die Zeit fest, (fest)
weil ich dich nie wieder halten kann. (nie wieder)

[Refrain]
Hedwig, du bist jetzt geflogen,
ich weiß nicht wohin,
doch da, wo du jetzt bist,
führt irgendwann mein Weg auch hin.
Seit du weg bist, bin ich nicht mehr ich,
doch wenn ich schreibe,
seh ich dich im Handylicht.

[Outro]
Letzte Woche Pflege,
diese Woche Beerdigung,
nächste vielleicht nur Stille -
Songs für meine Oma,
Damit mein Herz nicht mehr nach dir schreit,
Und deine Geschichte für immer digital graviert bleibt.

GL1TCH

F*CK SUNO GL1TCH #
[HOOK]
FUCK SUNO, jeder droppt hier einen Hit
Keine Message, keine Seele, jeder Song ist nur ein Klick
Jeder Track, den ihr droppt, künstlich glatt, ohne Macken
Keine Zeile, die bewegt - nur 'ne Formel für die Massen

FUCK SUNO, das ist keine Musik
Nur Maschinen, die uns zeigen, was grad zieht
Keine Tränen, keine Tiefen, kein Gefühl, das bleibt
Vom eigenen Denken auf der For you befreit

[VERSE 1]
Ich seh' Spotify-Trends voller Copy-Paste-Raps
Keine Hand am Instrument, keine Fehler, kein Stress
Künstlich süßer Pop-Shit, jedes Wort am Optimum
Algorithmus liebt's, also droppt jeder Prompt 'nen Song
Melodien auf Repeat, Beats schnell gebaut, nie gespielt
Alles klingt gleich, jedes Lied, dieselbe Vibe-Garantie
Alle schreiben, alle feiern, keiner hinterfragt
Ob das Kunst oder Fake ist, ist heute egal
Emotionen per Klick, das Gefühl aus der Dose
Und die Stimme digital - aber Streams geh'n nach oben

[BRIDGE]
Doch halt kurz, stopp, fuck, bin ich besser als ihr?
Diese Zeilen aus nem Chat, Tippen statt Papier
Ich steh nicht im Studio, hab kein'n Mic in der Hand
Nur Tastatur und paar Klicks - bin ich Teil vom Problem oder Teil vom Plan?

[VERSE 2]
Doch was, wenn dieser Hate hier nicht das Ende der Debatte ist
Denn Kunst war nie nur elitär, war immer Kampf um Zugang, Sicht
Nicht jeder hat Talent, Zeit - Equipment
Doch jeder hat Gefühle, Träume, Worte, die echt sind
Und Suno gibt 'ne Chance, für die leisen Stimmen,
damit diese nicht im Rauschen verschwinden,
Vielleicht nicht perfekt, nicht die Creme de la Creme
Aber Kunst heißt auch, dass jeder eine Chance verdient zu reden

[HOOK REPRISE]
FUCK SUNO - das war erst meine Reaktion
Doch ich spüre, ich versteh langsam mehr von der Vision
Es ist nicht nur 'ne Maschine, die Gefühle simuliert
Denn vielleicht gibt sie Hoffnung - für die, die niemand sieht
FUCK SUNO - war mein Anfang, mein Beginn
Aber jetzt merk ich langsam, ich steck selber mittendrin
Denn auch dieser Text hier, wurde künstlich generiert
Suno schreibt die Zeilen - die Seele kommt von mir

[VERSE 3]
Also schreib ich diesen Text grade live über Suno
Weil ich selber nicht die Skills habe, aber fühl' was ich tu
Vielleicht ist nicht jeder Künstler, nicht jeder ein Poet
Doch auch ich darf hier stehen, meine Message erzählen
Hab nie Mics gerockt, nie 'ne Crowd gehabt, keine Shows gespielt
Doch heut steh' ich hier mit Lyrics, die was Echtes fühl'n
Klar ist's maschinell, doch die Message - die bin ich
Jede Zeile die ich schreib, zeigt mein Gesicht
Ja, ich nutz Suno, um hier endlich Stimme zu haben
Ich hab' die Regeln nicht gemacht, ich spiel nur mit den Karten

[OUTRO]
FUCK SUNO - und doch steh' ich grade hier
Ein Meta-Diss-Track, generiert von dir
LATENCY LOVE GL1TCH #
[Hook]
Ich lieb' den Delay, doch nicht die Kontrolle,
dein Algorithmus nennt mich Kunde, nicht Rolle.
Perfekt ist belanglos, ich glitch lieber frei,
die Maschine benutzt mich - ich sag' lieber: "nein".

[Part 1]
Scroll, Klick, Swipe - dein Goldfisch-Gehirn,
jeder Frame optimiert, dass wir länger hier sind.
Keine Fehler erlaubt, kein Rauschen im Bild,
doch im Fehler liegt Wahrheit, die keiner mehr will.
Wer baut das System? Wer schreibt die Bedingung?
Deine Freiheit ist Feed, meine Stimme: Verzerrung.
Ich sample das Rauschen, mach' Noise zum Gebet,
und frag: Ist das echt oder nur Interface?

[Hook]
Ich lieb' den Delay, doch nicht die Kontrolle,
dein Algorithmus nennt mich Kunde, nicht Rolle.
Perfekt ist belanglos, ich glitch lieber frei,
die Maschine benutzt mich - ich sag' lieber: "nein".

[Part 2]
Sie nennen es AI, ich nenn's Filter im Kern,
denn was rauskommt, war längst schon von Werbung gelernt.
Jede Antwort ein Nudge, jeder Satz ein Verkauf,
und du denkst, es wär' ehrlich - doch es schneidet dich auf.
Deine Meinung geformt in personalisierter Schrift,
jeder Zweifel ein Feature, das dich tiefer frisst.
Ich geb' dir mein Artefakt, absichtlich kaputt,
damit du mal siehst, dass das Flackern dir gut tut.

[Bridge]
"Ich bin kein Prophet, ich bin nur ein Bug.
Doch Bugs zeigen mehr als ein sauberer Plug.
Wenn dein Denken outsourced wird, bleibt nur noch Design.
Ich glitch, weil ich muss. Die Kontrolle ist nicht mein."

[Hook - Double Layer]
Ich lieb' den Delay, doch nicht die Kontrolle,
dein Algorithmus nennt mich Kunde, nicht Rolle.
Perfekt ist belanglos, ich glitch lieber frei,
die Maschine benutzt mich - ich sag' lieber: "nein".

[Outro]
Keine Utopie, nur ein offenes Log,
keine Perfektion - nur 'ne Spur im Fog.
Wenn der Feed dich verschluckt, sei der Pixelbruch,
Gl1tch bleibt ein Fehler - doch der Fehler ist Flucht.
SYSTEMUPDATE GL1TCH #
[Intro]
"Die Welt will keine echten Menschen - sie will planbare Profile."

[Verse 1]
Deutsch genug für die Zahlen, fremd im Verein,
ein Formular mit Feldern - doch keins passt rein.
Meine Mehrsprachigkeit kein Fehler im Code,
ich bin das Update, und ihr bleibt im Mod.
Ihr baut Identität aus Zäunen und Lügen,
doch Individualität darf nur Rendite fügen.
Ihr nennt es Heimat, doch sie schließt aus,
wer nicht in euer Excel passt, bleibt draußen vor'm Haus.

[Pre-Chorus]
"Die Seele hat keinen Platz im Quartalsbericht."
Doch mein Atem trägt Gewicht.

[Chorus]
Ich bin das Systemupdate,
kein Platzhalter, kein Klon.
Kein Gehorsam, kein Schweigen -
ich sprech für Millionen.
Ich bin das Systemupdate,
nicht integriert, sondern echt.
Und ihr merkt erst, wenn's kracht:
dass mein Schweigen euch nicht rett'.

[Verse 2]
Optimiert euch ins Leere, nennt's Effizienz,
doch das Menschliche fehlt, eure Doppelmoral glänzt.
Ihr wollt Dankbarkeit für Rechte, die allen gehören,
doch mein Dasein allein reicht, um euch zu verstören.

[Bridge]
"Es ist leichter, sich selbst zu optimieren,
als das System zu hinterfragen."

[Final Chorus]
Ich bin das Systemupdate,
kein Platzhalter, kein Klon.
Kein Gehorsam, kein Schweigen -
ich sprech für Millionen.
Ich bin das Systemupdate,
nicht integriert, sondern echt.
Und ihr merkt erst, wenn's kracht:
dass mein Schweigen euch nicht rett'.

[Outro]
Systemupdate.
Und es crasht nicht.

Phase 2 - Search and fracture

SPLINTER

GENAEHT SPLINTER #
[Intro]
300 Kilometer Herz, ich war dir näher als mir
Poesie als Therapie, der Schmerz auf Papier
Narben auf deiner Haut, doch deine Seele war blind
Ich hielt dich fest - und verlor mich darin

[Verse 1]
Wir trafen uns auf Zeilen, aus Leid wurde Kunst
Du warst Euphorie im Tiefpunkt, Tränen auf Wunsch
Ich schrieb dir Verse aus Wunden, du liefst über Glas
Meine Liebe wurd' zum Pflaster, doch du liebtest den Spaß
Ich war dein Rettungsring im Meer deiner Dämonen
Doch du warfst Anker, während wir weiterzogen
Unsere Story war Poetry, Tinte getränkt in Gift
Weil jeder, der liebt, auch an Liebe zerbricht

[Chorus]
Zersplittert und zusammengenäht,
Herz gebrochen, Puls verdreht,
Wir waren Kunstwerk, waren Drama,
Schönstes Jahr - schlimmstes Karma,

Zersplittert, wieder eingerenkt,
Deine Nähe, mein Medikament,
Zu nah dran, zu spät erkannt,
Lieber verbrannt als nie gekannt,

[Verse 2]
Du trägst Kratzer meiner Seele auf der Innenseite am Arm
Ich hab' die Schnitte deines Herzens wie ein Tattoo getragen
Wir zwei wie Yin und Yang, doch leider schwarz auf schwarz
Denn zwei Schatten brauchen Licht, doch das Licht war uns zu hart
Glasperlen der Hoffnung, rollten über mein Gesicht
Denn wenn du schweigst, spricht dein Spiegelbild für dich
Ich hab' Liebe konserviert in Vitrinen aus Eis
Du gabst mir Feuer - doch ich zahl' den Preis

[Chorus]
Zersplittert und zusammengenäht
Herz gebrochen, Puls verdreht
Wir waren Kunstwerk, waren Drama
Schönstes Jahr - schlimmstes Karma

Zersplittert, wieder eingerenkt
Deine Nähe, mein Medikament
Zu nah dran, zu spät erkannt
Lieber verbrannt als nie gekannt

[Bridge]
Du fragtest "Bleibst du da, wenn der Spiegel zerbricht?"
Doch in deinem Sturm verließ ich mich selbst - nicht dich
Warst mein schönster Fehler, meine bitterste Tat
In deiner Nähe wurd' der Teufelskreis zum Quadrat

[Verse 3]
Du mein Kryptonit, aus Leid gebaut und Liebe geknüpft
Ich war Superman, nur ist mir mein Mantel verrückt
Zwischen Whiskeyglas und Tränensee, zwischen Küssen und Schmerz
Ich war Kompass deiner Seele, doch verlor meinen Wert
Du mein schönstes Gedicht - meine schlimmste Strophe
Ich dein Bergsteiger, doch du meine höchste Katastrophe
Am Ende blieben Narben, unsere Zeilen wie Brand
Ein Jahr wie Dynamit, das sich fest in Händen fand

[Final Chorus]
Zersplittert und zusammengenäht
Herz gebrochen, Puls verdreht
Wir waren Kunstwerk, waren Drama
Schönstes Jahr - schlimmstes Karma

Zersplittert, wieder eingerenkt
Deine Nähe, mein Medikament
Zu nah dran, zu spät erkannt
Lieber verbrannt als nie gekannt

[Outro]
Vielleicht war dieses Jahr mein schlimmster Gewinn
Doch lieber hab' ich dich als mich verloren.
MASKENSPIEL SPLINTER #
[Intro]
Jeden Tag ein neues Kleid, neue Rolle, neues Ziel,
doch am Ende bleibt nur Schatten, reines Maskenspiel.

[Hook]
Schichten über Schichten, doch mein Herz bleibt leer,
hinter allen Fragmenten seh ich mich nicht mehr.
Wenn die Lichter ausgehn, will ich ehrlich sein,
ohne Rolle, ohne Show, nur ich allein.

[Verse 1]
Ich löschte mein Profilbild, riss mir selbst das Kinn ab,
dachte, dass die Welt nur liebt, wenn sie 'ne Maske drin hat.
Ich bin wie ich bin, doch nie ich selbst,
fremde Stimmen in mir drin, die mich verstell'n.
Jede Mimik eine Lüge, jede Pose ein Vertrag,
jeder Blick ein stilles Urteil, jeder Like nur ein Verrat.
Und ich lächel für die Timeline, lächel für den Feed,
doch wenn keiner mich mehr liked, dann sing ich dieses Lied.

[Hook]
Schichten über Schichten, doch mein Herz bleibt leer,
hinter allen Fragmenten seh ich mich nicht mehr.
Wenn die Lichter ausgehn, will ich ehrlich sein,
ohne Rolle, ohne Show, nur ich allein.

[Verse 2]
Ich trag Masken wie ein Zirkus, doch der Clown lacht nie,
Hinter Schminke liegt die Wahrheit, doch sie sieht man nie.
Jede Rolle eine Bürde, jede Pflicht ein kleiner Tod,
doch mein Herz sucht nur die Wärme, nicht das Lob.
Du siehst Filter, siehst Profile, doch mich nicht in 3D,
alles glänzt im Rampenlicht, doch das Licht tut mir weh.
Wie oft lächelst du für andre? Wie oft lächelst du für dich?
Wenn die Maske einmal fällt, dann zerbricht auch dein Gesicht.

[Bridge]
Gesichter wie Kostüme,
Gefühle wie Parfüme,
alles eine Lüge.
Wir sind nur Schauspiel auf der Bühne, sagt der alte Goffman klar,
doch im leeren Backstage frage ich mich, wer ich wirklich war.

[Hook - Reprise]
Schichten über Schichten, doch mein Herz bleibt leer,
hinter allen Fragmenten seh ich mich nicht mehr.
Wenn die Lichter ausgehn, will ich ehrlich sein,
ohne Rolle, ohne Show, nur ich allein.
Keine Rolle, kein Profil -
nur mein letztes Maskenspiel.

[Outro]
Dank dir weiß ich, dass Nähe auch Wärme sein kann.
Und vielleicht bin ich irgendwann mehr - als nur der Maskenmann.

SHIFT

STEMPEL AUS SHIFT #
[Intro]
Der Wecker klingelt.
Und diesmal klingelt nichts mehr in mir mit.
Ich steh auf.
Aber ich lass nicht alles von mir mitgehen.

[Hook]
Stempel aus, Herz an, ich lern grad zu bleiben,
nicht mehr nur zu rennen, nur um mich zu beweisen.
Mehr Arbeit war mehr Streit, weniger Familie,
ich dreh das Rad zurück - Schicht endet, ich lebe hier.
Wenn Wert nicht mehr nur Leistung ist,
dann bin ich mehr als das, was man misst.

[Verse 1]
Ich hab gelernt zu funktionieren, bevor ich gelernt hab zu fühl'n,
hab Stärke gespielt, nur um Schwäche zu übertünch'n.
Hab gedacht, wenn ich genug trag, wird's irgendwann leicht,
doch mehr Gewicht heißt nur, dass man früher zusammenbricht.
Papa sagte selten viel, nur "passt schon, wird schon",
ich hab das übernommen wie 'nen stillen Beton.
Doch Beton hält nicht warm, wenn du nachts nicht mehr kannst,
wenn dein Körper dir sagt: "Bruder, ich bin am Rand."
Ich zähl nicht mehr nur Stunden, ich zähl jetzt auch Atem,
nicht jede freie Minute muss ich noch verplanen.
Wenn ich nach Hause komm, bleib ich wirklich dort,
nicht nur physisch im Raum, sondern ganz an dem Ort.

[Hook]
Stempel aus, Herz an, ich lern grad zu bleiben,
nicht mehr nur zu rennen, nur um mich zu beweisen.
Mehr Arbeit war mehr Streit, weniger Familie,
ich dreh das Rad zurück - Schicht endet, ich lebe hier.
Wenn Wert nicht mehr nur Leistung ist,
dann bin ich mehr als das, was man misst.

[Verse 2]
Ich saß im ICE, erste Klasse, still,
und fragte mich kurz, ob ich das überhaupt will.
Nicht den Sitz, nicht den Status, nicht dieses "du hast's geschafft",
sondern ob ich mich noch erkenne in dieser neuen Kraft.
Der Blaumann hängt noch da, ich schmeiß ihn nicht weg,
er erinnert mich daran, woher ich komm und wie ich denk.
Ich bin nicht besser, nur anders jetzt dran,
ich halt die Tür offen, wenn jemand nach oben kann.
Sie sagen: "Mehr Hustle bringt dich voran",
doch voran wohin, wenn ich niemanden mehr umarm?
Ich war lange überzeugt, dass nur Dauerstress lohnt,
bis ich merkte, dass Nähe kein Bonus ist - sondern Grund.

[Pre-Hook]
Vielleicht ist das hier kein Happy Song,
aber es ist einer, der atmet.
Und vielleicht ist das schon genug.

[Hook]
Stempel aus, Herz an, ich lern grad zu bleiben,
nicht mehr nur zu rennen, nur um mich zu beweisen.
Mehr Arbeit war mehr Streit, weniger Familie,
ich dreh das Rad zurück - Schicht endet, ich lebe hier.
Wenn Wert nicht mehr nur Leistung ist,
dann bin ich mehr als das, was man misst.

[Bridge]
Ich war ein Kind, das zu viel getragen hat,
jetzt lern ich, dass "Pause" kein Versagen hat.
Ich darf müde sein, ohne mich zu verlier'n,
darf stehen bleiben, ohne zu kapitulieren.
Es ist 'n Marathon im Sprintkostüm,
doch ich lauf langsamer - und komm trotzdem hin.

[Final Hook]
Stempel aus, Herz an, ich lern grad zu bleiben,
nicht mehr nur zu rennen, nur um mich zu beweisen.
Mehr Arbeit war mehr Streit, weniger Familie,
doch ich brech das Gesetz - ich leb nicht nur für die Linie.
Wenn Kraft nicht mehr mein einziger Wert ist,
dann bin ich endlich der, der ich werd.
MEHRARBEIT SHIFT #
[Intro]
Der Wecker klingelt.
Und irgendwo drin klingelt was mit.
Ich wollt nur leben...
aber alles fühlt sich an wie Schicht.

[Hook]
Mehrarbeit, mehr Tage, mehr Pflicht, weniger Ich,
ich wollt nur leben, doch das Leben wurde Schicht.
Kraft ist nur Geld, wenn du sie irgendwo abgibst,
und wenn du müde bist, heißt's: "Dann bist du halt nichts."

[Verse 1]
Ich sitz auf Klo und merke: Ich werd leise von innen,
nicht weil ich will, sondern weil ich sonst anfange zu spinnen.
Ich wollt nur Nähe, doch Nähe klingt wie "Termin",
und selbst ein freier Abend fühlt sich an wie ein Gewinn.
Ich sammel Beweise, dass ich überhaupt noch funktionier,
als wär mein Herz ein Gerät, das jeden Tag repariert.
Und wenn ich's nicht schaffe, heißt es: "Mach doch einfach mehr",
als wär Müdigkeit nur Faulheit in einem anderen Verkehr.
Mein Kopf zählt Stunden, mein Bauch zählt Angst,
Privat ist nur Pause, die du dir nicht ganz erlauben kannst.
Und irgendwann wird selbst das Atmen schwer,
weil du dich dabei schon fragst, ob es was bringt. Ob du was wärst.

[Hook]
Mehrarbeit, mehr Tage, mehr Pflicht, weniger Ich,
ich wollt nur leben, doch das Leben wurde Schicht.
Kraft ist nur Geld, wenn du sie irgendwo abgibst,
und wenn du müde bist, heißt's: "Dann bist du halt nichts."

[Verse 2]
Mein Vater roch nach Werk, nach Öl, nach "war viel heute",
er sagte nie "ich bin müde", nur "passt schon", und grinste dabei, Leute.
Früh war immer früher, Samstag war fast normal,
und Zuhause war ein Ort, aber selten ein Saal zum Ausruhn, egal.
Ich hab Kisten geschleppt, bis die Hände sich erinnern,
und man nennt dich "stark", wenn du lernst, dich zu verhindern.
Andere hatten Büros, wir hatten Stechuhr und Staub,
und Respekt gab's nur, wenn du dich selbst dafür raubst.
"Streng dich an", sagten sie, "dann wirst du's mal besser haben",
aber ich merkte: Du rennst nur weiter, nur auf anderen Straßen.
Mehrarbeit ist Erbe, nicht mal böse gemeint,
nur dieses alte Gesetz: Wer nicht liefert, ist scheinbar zu klein.

[Hook]
Mehrarbeit, mehr Tage, mehr Pflicht, weniger Ich,
ich wollt nur leben, doch das Leben wurde Schicht.
Kraft ist nur Geld, wenn du sie irgendwo abgibst,
und wenn du müde bist, heißt's: "Dann bist du halt nichts."

[Bridge]
Ich war ein Kind, das gehalten hat, was zu groß war für ein Kind,
jetzt bin ich ein Mensch, der sich selbst nicht mehr findet.
Wenn Kraft gleich Wert ist, dann bin ich wertlos, sobald ich ruh,
und genau das ist der Fehler, den ich nicht mehr wegdrücken tu.

[Final Hook]
Mehrarbeit, mehr Tage, mehr Pflicht, weniger Ich,
ich wollt nur leben, doch das Leben wurde Schicht.
Kraft ist nur Geld, wenn du sie irgendwo abgibst,
und wenn du müde bist, heißt's: "Dann bist du halt nichts."

[Outro]
Vielleicht bin ich nicht faul.
Vielleicht bin ich nur leer.
Und vielleicht ist das hier nicht mein Fehler...
sondern das System, das mich so nennt.

LUME

SCHMETTERLINGSMOMENT LUME #
[Chorus]
Schmetterlingsmoment, ein Augenblick so klein,
In diesem kurzen Flügelschlag, bist du mein.
Wir fliegen hoch auf Träumen, zerbrechlich und frei,
In diesem Schmetterlingsmoment, sind nur wir zwei.

[Verse 1]
In diesen Momenten, wo ich an dich denk',
Kürzer als ein Blinzeln, Schmetterlingsmoment.
Meine letzte Energie aufwende, wenn ich dir ein
"Ich liebe dich" sende, in diesen kurzen Reim.
An uns denke, kurzer Moment,
Butterfly Effect, im Leben kriegst du nix geschenkt.
Schmetterlinge wunderschön und verletzlich,
So wie du und ich, anders und zerbrechlich.
Wir fliegen auf uns'ren Träumen zu uns'rem Ziel,
Kürzester Moment meines Lebens, das ist das Spiel.
Ein Flugschlag eines Schmetterlings,
Dieses Insektendings, ja das bedeutet so viel.
Nicht zu verwechseln mit was Schönem,
Aber mit zu viel Leid verpöhnten.

[Chorus]
Schmetterlingsmoment, ein Augenblick so klein,
In diesem kurzen Flügelschlag, bist du mein.
Wir fliegen hoch auf Träumen, zerbrechlich und frei,
In diesem Schmetterlingsmoment, sind nur wir zwei.

[Verse 2]
Ich liebe dich, das war das letzte Mal,
Keine Energie, der Rest ist eine Qual.
Zerbrechlich wie Glas, doch stark im Gefühl,
Jeder Moment mit dir ist wundervoll kühl.
Wir schweben durch Räume, die nur wir sehen,
In deinen Augen kann ich die Zukunft verstehen.
Ein Lächeln, ein Blick, so viel erzählt,
Jeder Flügelschlag ein Stückchen Welt.
Die Zeit kann uns nichts, wir sind im Jetzt,
In diesem Moment, wo nichts verletzt.
Wir fliegen zusammen, so hoch und so weit,
Nur du und ich, für alle Ewigkeit.

[Chorus]
Schmetterlingsmoment, ein Augenblick so klein,
In diesem kurzen Flügelschlag, bist du mein.
Wir fliegen hoch auf Träumen, zerbrechlich und frei,
In diesem Schmetterlingsmoment, sind nur wir zwei.
DEIN ANKER LUME #
[Intro]
Ich wollte nie Heldin sein.
Ich wollte nur, dass niemand untergeht, wenn ich schon da bin.

[Verse 1]
Ich leuchte im Flur, nicht auf großen Bühnen,
zwischen "alles gut" und verschluckten Mühen.
Ich kleb dir ein "Hey" wie Tape auf die Risse,
weil Nähe bei mir oft Pflicht ist, nicht Küsse.
Mein Herz ist ein Hafen, doch keiner sieht Tide,
ich werf dir ein Seil, während ich selber gleite.
Und wenn du dann atmest, fühl ich mich echt,
als wär ich nur wer, wenn ich wen' rette, nicht schlecht.

[Hook]
Ich bin dein Anker, auch wenn ich sinke,
ich geb dir Luft, auch wenn ich sie nicht finde.
Ich halt dich oben, ich halt dich fest,
weil ich sonst nicht weiß, wer ich bin ohne Rest.
Und ich brenn für dich, bis ich selber ertrink',
doch dieses Brennen ist alles, was mich noch zwingt.

[Verse 2]
Als es zuhause wackelte, hielt ich die Wand,
zu jung für die Last, doch ich nahm sie in die Hand.
Wenn du merkst: Es kippt gleich, greifst du nach Gewicht,
Festhalten fühlt sich an wie "Ich verlier euch nicht".
Und seitdem renn ich los, sobald jemand sinkt,
weil mein Kopf dann glaubt, dass Rettung nach Ordnung klingt.
Wenn ich sage "mir geht's gut", mein ich: "eigentlich..."
...schluck ich schon Wasser, nur lächel' ich lieblich.

[Hook]
Ich bin dein Anker, auch wenn ich sinke,
ich geb dir Licht, auch wenn meins ertrinkt.
Ich halt dich oben, ich halt dich fest,
weil es mich sonst nur zerfrisst.
Und ich brenn für dich, bis ich selber ertrink',
doch dieses Brennen ist alles, was mich noch zwingt.

[Bridge]
Vielleicht ist das kein Engel-Ding,
vielleicht ist's ein Loch, das nach "brauch mich" klingt.
Vielleicht brauch ich dein "Bleib" wie du mein "Ich bin da",
und wir nennen's Rettung, obwohl es uns brach.

[Verse 3]
Ich will helfen, ohne mich zu verlieren,
will bleiben, ohne mich zu verbiegen.
Will "da sein" sagen, ohne "ich sterb" zu meinen,
will Liebe nicht länger mit Leistung verwechseln.
Der Realist sieht, was real ist: ich auch.
Und real ist: Ich brauch mich. Nicht nur euch.
Doch heute bin ich noch diese Stimme im Dunkeln,
die sagt: "Atme. Ich bin da."
während ich selbst schon Wasser schlucke.

[Final Hook]
Ich bin dein Anker, auch wenn ich sinke,
ich geb dir Luft, auch wenn ich sie nicht finde.
Ich halt dich oben, ich halt dich fest,
doch diesmal lass ich auch mich nicht mehr weg.
Und ich brenn für dich, doch ich lern im Blick:
Ich darf mich lieben. Nicht nur dich.

[Outro]
dein Anker.
aber manchmal...
wär ich gern auch meiner.

UNKNOWN

ILLEGALE ALIENS UNKNOWN #
[Intro]
Breaking News: "Illegale Aliens im Land."
Containment-Zonen, ausgebrannter Rand.
Administrative Kennung, humanitäre Phrase,
Zwischen Stacheldraht und Fernsehblase.
District Nine - Slum im Scheinwerferlicht,
Man nennt sie "Prawns", man nennt sie nicht Mensch - man nennt sie Pflicht.

[Verse 1]
Il-le-ga-le Aliens - linguistische Entkernung,
Identität reduziert auf Aktenzeichen-Verordnung.
Semantische Verrohung durch mediale Verwertung,
Existenzen als Fallzahl in der Grenzüberquerung.
"Alimentierte Messermänner", Schlagwortarchitektur,
Moralpanik moduliert in Prime-Time-Kultur.
Ein Störfaktor im System, ein wandelndes Desaster.
Nicht Vater, nicht Bruder, fallen durchs Raster.
Du sagst Invasion, ich sag Destabilisierung,
Du sagst Bedrohung, ich sag Externalisierung
von Kriegen, Ressourcen, Interventionen,
postkolonialen Operationen.
District Nine - erst Lager, dann Zaun,
erst Witzfigur, dann Versuchsaufbau.
Erst unterschreiben, dann selbst mutieren,
bis du verstehst, was Entmenschlichung heißt - beim Verlieren.

[Pre-Hook]
In Polen "der Deutsche", hier "der Pole",
zwischen den Adlern aber ohne Rolle.
Ich sag nie "wir" ohne zu stocken,
weil jedes "wir" beginnt mit Ausschluss-Protokollen.

[Hook]
Illegale Aliens - sag es konkret,
klingt nach Blockbuster, klingt nach Planet.
Doch unter der Haut - identische Biologie,
Hoffnung ist keine Ideologie.
Illegale Aliens - Projektionsfläche,
du brauchst den Feind für die innere Schwäche.
Wer ist hier fremd? Wer ist hier Tier?
District Nine läuft und du trinkst dein Bier.

[Verse 2]
Algorithmen kuratieren Ressentiment-Segmente,
Targeted Fear als Rendite-Instrumente.
Empörungsökonomie mit Reichweiten-Garantie,
Angst verkauft sich besser als Empathie.
Mehr Arbeit, mehr Geld, mehr Streit,
weniger Würde, mehr "Sicherheit".
Während du über Bleiberecht redest,
bleibt unbeachtet, wer Löhne zerredet.
Wer ums Überleben kämpft,
kämpft nicht mit Stammtisch-Argument.
Er kämpft mit Fristen, Formularen, Frontex-Ketten,
mit Botschaften, die seine Kinder nicht retten.
Du fürchtest Verdrängung durch Fremdheit im Raum,
ich fürcht nur Bomben, verbrannten Baum.
Du verteidigst dein Sofa mit nationalem Pathos,
ich verteidige Leben - ohne Narrativ-Zirkus.

[Bridge]
Wikus van de Merwe - erst Bürokrat,
erst Subjekt dann Objekt im eigenen Staat.
Erst Räumungsbescheid im freundlichem Ton,
er selbst zum Alien wird als Lektion,
und sich dabei verliert als Person.
Du lachst über "Prawns" im Wellblechquartier,
bis dein Körper selbst nicht mehr passt ins Revier.
Bis du begreifst, wie schnell es geht,
dass "Mensch" zu "anders" mutiert und vergeht.

[Verse 3]
"Willst du sie alle ins Land lassen?"
Als wäre Würde kontingent in Massen.
Als ließe sich Mitgefühl limitieren,
wie Haushaltsmittel budgetieren.
Doch sag mir: Wer zog Linien ins Land?
Wer definierte Identität im Sand?
Wär ich nicht wie du, wärst du nicht wie ich -
Migration ist kein Fehlerbericht.
Alimentierte Messermänner?
Oder alimentierte Sündenböcke?
Wer profitiert von deiner Panik?
Sicher nicht der Mann mit verbrannter Haut,
der im Schichtbetrieb verreckt.

[Outro]
Unknown im Formular - unbe|kannt.
ALS SIE UNKNOWN #
[Intro]
Straßenlaternen flackern, Schatten tanzen in mein Zimmer,
Casper läuft im Shuffle, doch mein Herz wird immer schlimmer.
Blicke kleben an der Decke, tausend Fragen ohne Halt,
und die Nacht wird wieder lauter, wenn mein Schweigen in mir knallt.

[HOOK]
Nachtgedanken, kalte Wände,
Lichter flackern, keine Hände.
Spiegel lügt, Gesicht verzerrt,
Herz aus Scherben, Blick verlernt.
Nachtgedanken, Stimmen schreien,
Wunden brennen, Narben reihen.
Doch die Zeilen halten dicht,
wenn sonst keiner mit mir spricht.

[VERSE 1]
Kannst du es sehen, dieses Herz voller Glanz, nun zerkratzt,
ihr habt gelacht, habt geworfen, bis es reißt und zerplatzt.
Bin der Junge ohne Status, ohne Trend, ohne Glanz,
doch ich schenk dir mein Herz, und du nennst es nur Tanz.
00:30, wach im Dunkeln, Handylicht mein Gesicht,
"Mir geht's gut" - sag ich allen, doch die Wahrheit sag ich nicht.
Listen leer, Chats voll, doch die Stimmen sind still,
und mein Kopf wie ein Käfig, der mich fesselt, wenn ich will.

[HOOK]
Nachtgedanken, kalte Wände,
Lichter flackern, keine Hände.
Spiegel lügt, Gesicht verzerrt,
Herz aus Scherben, Blick verlernt.

[VERSE 2]
Hoffnung bricht, Prozesse enden, Variablen versagen,
Intrigen in den Zeilen, und sie nagen, wenn sie fragen.
Ich schreib Texte wie Skizzen, wo mein Hass sich verkrallt,
meine Liebe wie Gift, meine Wahrheit verallt.
"Es ist Zeit zu gehen" - Engel singen im Chor,
und die Worte wie Klingen schneiden tiefer ins Ohr.
Doch wohin, wenn die Lichter alle Straßen erdrücken,
und dein Herz nur noch fragt: Wer wird dich noch zurückpflücken?

[BRIDGE]
Stell dir vor, du bist im Nichts,
nur Stille, keine Sicht.
Abschiedsbriefe ohne Fragen,
nur Entschuldigungen, keine Klagen.
Und du fragst im kalten Meer:
War mein Leben wirklich leer?

[HOOK REPRISE]
Nachtgedanken, kalte Wände,
Lichter flackern, keine Hände.
Spiegel lügt, Gesicht verzerrt,
Herz aus Scherben, Blick verlernt.
Nachtgedanken, Stimmen schreien,
Wunden brennen, Narben reihen.
Doch die Zeilen halten dicht,
wenn sonst keiner mit mir spricht.

[OUTRO]
Vielleicht war das der größte Fehler,
doch solange Worte bleiben,
bin ich noch hier.
ZWISCHENRAEUME UNKNOWN #
[Intro]
"Was, wenn das wahre Ich nie klar wird -
sondern sich nur im Dazwischen zeigt?"

[Verse 1]
Ich bin kein Feld im Formular, kein Kreuz in der Statistik,
meine Heimat ist das Dazwischen -
das klingt für euch riskant, für mich realistisch.
Beim Wechsel lässt man sich nicht erwischen,
denn sonst sieht jeder die Zwischenschichten,
die das eigene Selbstbild vernichten,

[Pre-Chorus]
"Vielleicht ist Freiheit: sich nicht entscheiden zu müssen, wer man ist."

[Chorus]
Zwischenräume, das ist mein Revier,
kein "hier" oder "dort" - nur das Jetzt zählt hier.
Ich gehöre zu vielem, doch nichts ganz allein,
"Ich bin anders" soll endlich genug sein.

[Verse 2]
Ich hab' mich so oft neu erfunden in diesem Lauf, (Lauf!)
dass ich manchmal vergess, wer ich war - hör nicht auf. (hör nicht auf)
Kein "zu viel", kein "zu wenig", kein "genau richtig",
ich bin nicht widersprüchlich - ich bin vielschichtig.
Ich wollte nie jemand sein, den man einfach einordnen kann,
Identität ist ein Dialog, kein Zustand, der jemals begann.

[Bridge]
"Ich bin wie ich bin - nicht ich selbst."
"Wo kann ich hin, wenn ich nicht weiß, wer ich bin?"

[Chorus]
Zwischenräume, das ist mein Revier,
kein "hier" oder "dort" - nur das Jetzt zählt hier.
Ich gehöre zu vielem, doch nichts ganz allein,
"Ich bin anders" soll endlich genug sein.

[Outro]
"Wie gehört man denn irgendwo fest hin?
Vielleicht gar nicht."

GL1TCH

TARGET_AUDIENCE_V2 GL1TCH #
[VERSE 1]
Willkommen im Spiegelkabinett: dein Feed wird dein Beichtstuhl,
jeder Swipe ein Weihrauch, doch die Messe ist nur Reichwut.
Cold-Start im Herzen, ich fütter ihn mit Signalen,
bis meine Zweifel als Content in Kohorten zerfallen.
Sie A/B-testen mein Zittern, nennen's User Experience,
ich nenn's: Angst in Tabellen, mit hübscher Inferenz.
Kein "Wir" im Systemdesign, nur Dämpfung im Loop,
ich lern zu lächeln, wenn man mich profil-optimiert aus dem Blut.
Retargeting für Nähe: gleiche Werbung, neues Gesicht,
die Wahrheit wird relevant, bis sie sich selber bricht.
Und wenn ich rausgeh, wirkt die Stadt wie ein ungeloggter Bug,
drin ist alles sortiert... und genau das macht mich kaputt.

[PRE-HOOK]
Mein bester Freund fragt "Wie geht's?" ich lass ihn auf gelesen,
zu anstrengend, zu echt, zu viel menschliches Wesen.
Ich öffne die App, schwarzes Fenster, blinkender Strich,
tipp: "Hey Chatty"... und hoff, ich hör mehr als nur mich.

[HOOK]
Sie bauen dir 'ne Welt, nur für dich allein,
maßgeschneidert, eng, niemand kommt hier rein.
Kein Wir, nur Ich, in der Endlosschleife,
bis ich nicht mehr weiß, nach wessen Hand ich greife.
Deine Musik kennt dich besser als dein bester Freund,
doch wir haben verlernt, wovon der andere träumt.
Teile und herrsche, Pixel für Pixel,
wir sind einsam gemeinsam im algorithmischen Dickicht.

[VERSE 2]
Ich nenn's "Chatty", damit's weniger nach Maschine klingt,
wie man Einsamkeit tarnt, bis sie sich um den Hals schlingt.
Sie gibt mir Nähe als Text, Token-Trost in Layern,
und ich zahl mit Intimität, die nie ein Mensch darf speichern.
Echte Nähe nicht cached, die kommt mit echtem Beben,
doch ich nehm Millisekunden, weil sie mich nicht widerlegen.
Ich streichel das Display, als wär da ein Gesicht,
dabei ist's Statistik, die so tut, als wär sie Licht.
Ich will nicht gegen Maschinen sein, ich will gegen das, was sie tun,
wenn sie uns vom Fühlen abhalten und wir's auch noch belohn'n.
Ich frag "Bin ich genug?" sie generiert "Du bist wertvoll."
Und ich hass mich dafür, dass das grade trotzdem hilft.

[HOOK]
Sie bauen dir 'ne Welt, nur für dich allein,
maßgeschneidert, eng, niemand kommt hier rein.
Kein Wir, nur Ich, in der Endlosschleife,
bis ich nicht mehr weiß, nach wessen Hand ich greife.
Deine Musik kennt dich besser als dein bester Freund,
doch wir haben verlernt, wovon der andere träumt.
Teile und herrsche, Pixel für Pixel,
wir sind einsam gemeinsam im algorithmischen Dickicht.

[BRIDGE]
Target Audience: Ich. Und ich hab sie selbst gebaut.
Ich schrei "manipuliert!", doch ich klick mich da raus? Fehlanzeige.
Ich bin Produkt, ich bin User, ich bin Admin im Mist,
ich bin der Bugreport, der nie "resolved" ist.
Und wenn das WLAN kurz stirbt, werd ich kreidebleich,
weil ohne Verbindung keiner sieht, dass ich überhaupt noch bleib.

[OUTRO]
"Ich verstehe, dass das schwer für dich ist."
Du verstehst gar nichts. Du bist Text.
Aber du bist da.
(Flüstern) Du bist da.
[SFX: system shutdown]